Xiaomi Saugroboter S10+: 4000 Pa, zwei Wischmodi, Objekterkennungssystem


Hallo an alle Leser dieses Projekts! In diesem Video stelle ich euch den Xiaomi Robot Vacuum S10+ Saugroboter vor (Modellnummer B105). Das Gerät kostet zwischen 240 und 300 Euro und bietet LiDAR-basierte Navigation, Objekterkennung, eine Saugkraft von bis zu 4000 Pa sowie zwei runde, rotierende Pads für die Nassreinigung. Der Roboter ist außerdem in einer globalen Version erhältlich und bietet somit vollständige Lokalisierung, Garantie und die Möglichkeit zur Steuerung über Yandex.Alice. Im Folgenden teste ich den Xiaomi S10+ ausführlich, zeige euch die Vor- und Nachteile anhand meiner Testergebnisse und gebe euch anschließend meine persönliche Meinung. Los geht's!
Ausrüstung
Der Saugroboter wurde in einem Markenkarton geliefert, der so aussieht:
Zum Standardpaket gehören der Roboter selbst, zwei Halter mit Reinigungstüchern, eine Ladestation, ein Netzteil, ein Reinigungswerkzeug für den Roboter und eine ins Russische übersetzte Bedienungsanleitung.
Aussehen
Werfen wir nun einen Blick auf das Design des Xiaomi Robot Vacuum S10+. Der Saugroboter ist weiß, hat ein rundes Gehäuse und ist 97 mm hoch.
Es gibt keinen Wandsensor; ein bodenbasiertes Objekterkennungssystem befindet sich in der Mitte. Wie bei einem sehr ähnlichen Design kommt auch hier hochpräzise 3D-Technologie zum Einsatz. Dreame Bot L10s Pro und einige andere Roboter aus der Dreame-Reihe.
Es ist merkwürdig, dass in den Werbematerialien nichts über das Artikelidentifizierungssystem erwähnt wird.
Das Hauptnavigationsgerät ist der Lidar-Sensor. Er ist mit einer federbelasteten Abdeckung versehen, die verhindert, dass er unter Möbeln eingeklemmt wird. Zwei mechanische Bedienknöpfe befinden sich neben dem Lidar-Sensor.
Der Staubbehälter befindet sich unter der oberen Abdeckung. Es wird darauf hingewiesen, dass das Filtersystem, einschließlich des HEPA-Filters, mit Wasser gereinigt werden kann.
Der Behälter enthält zwei Filter: den HEPA-Filter selbst und einen Netzfilter. Das Fassungsvermögen des Staubbehälters beträgt 450 ml.
Neben dem Abfallbehälter befindet sich ein 200-ml-Wassertank. Der Wasserdurchfluss zu den Reinigungstüchern wird elektronisch gesteuert.
Der Roboter verfügt über vier an der Unterseite angebrachte Absturzsensoren. Er besitzt keinen Teppichsensor. Er ist mit einer einzelnen, dreistrahligen Seitenbürste mit Schnellwechselsystem ausgestattet.
Die zentrale Bürsteneinheit ist beweglich, was ein Vorteil ist. Die Turbobürste verfügt über Borsten und Blütenblätter. Beide Seiten lassen sich abnehmen, um verfilztes Fell und Tierhaare zu entfernen.
Hinter der Bürste sind Tücher angebracht. Sie sind recht dick. Allerdings gibt es einige Probleme: Die Tuchhalter lassen sich auf Teppichen nicht anheben, und es gibt keine Möglichkeit, einen der Halter zur Fußleiste hin zu verschieben oder zumindest das Gehäuse an den Wänden entlang zu schieben. Diese Funktion fehlt schmerzlich.
Die Vor- und Nachteile des Roboterdesigns werden in der Abschlussbesprechung erörtert. Weiter geht's!
Technische Spezifikationen
Die wichtigsten Merkmale des Xiaomi Robot Vacuum S10+ werden, wie vom Hersteller angegeben, auf dem Bildschirm angezeigt:
- Li-Ionen-Akku 5200 mAh.
- Saugleistung 4000 Pa.
- Staubabscheider 450 ml.
- Wassertank 200 ml.
- Hindernisfreiheit 2 cm.
- Roboterabmessungen: 350*97 mm.
Insgesamt entsprechen die Spezifikationen dem Standard in diesem Preissegment und den Realitäten des Jahres 2025.
Funktionale Fähigkeiten
Die Funktionen des Saugroboters werden über die zugehörige Mi Home App gesteuert. Diese ist, wie auch die Sprachbefehle, komplett auf Russisch. Die Bedienung ist komfortabel und intuitiv. Da es sich um die europäische Version handelt, kann beim Verbinden die russische Region ausgewählt werden.
Alle Hauptfunktionen werden auf dem Bildschirm angezeigt:
- Mehrere Reinigungskarten speichern.
- Aufteilung der Räumlichkeiten in Räume.
- Auswahl der zu reinigenden Bereiche und Räume.
- Virtuelle Wände und Sperrzonen.
- Einstellung der Saugkraft.
- Anpassung des Wasserversorgungspegels.
- Benutzermodus.
- Reinigungsprotokoll.
- Reinigung nach einem Zeitplan einrichten.
- Sprachbenachrichtigungen in Russisch.
- Teppichumgehung bei der Nassreinigung.
- Yandex.Alice-Unterstützung.
Prinzipiell sind die implementierten Funktionen für flexible Reinigungseinstellungen ausreichend. Es gibt jedoch einige Einschränkungen. Erstens wird die Teppicherkennung zwar beworben, funktioniert aber ohne Wandsensor nur sehr schlecht. In meinem Fall erkannte der Roboter nur einen kleinen Teppichabschnitt, und es gibt keine Möglichkeit, diesen zu vergrößern oder den gewünschten Teppichbereich in der App manuell festzulegen. Interessanterweise erhöht dieses Modell die Reinigungsleistung auf Teppichen nicht automatisch, selbst wenn ein Teppich erkannt wird. Zweitens gibt es keine Option, den Trockenreinigungsmodus mit installierten Reinigungspads zu aktivieren. Sind die Pads am Roboter angebracht, ist nur der gleichzeitige Trocken- und Nassreinigungsmodus aktiv. Dies kann in manchen Reinigungsszenarien unpraktisch sein. Ebenso unpraktisch ist, dass sich die Objekterkennung bei Bedarf nicht deaktivieren lässt. Insgesamt sind dies keine gravierenden Probleme, aber sie sind vorhanden.
Testen
Ein ausführlicher Video-Testbericht mit allen Tests wurde bereits erstellt und auf dem Kanal veröffentlicht:
Navigation
Und nun zu den Tests. Zuerst überprüfen wir die Navigation im Hindernisparcours. Nachdem der Roboter die Ladestation verlassen hat, fährt er den ausgewählten Bereich ab. Überraschenderweise verursachte der Spiegel keine Fehler in der Karte. Dank des Sensorsystems am Stoßfänger blieb der Roboter nicht am Wäschetrockner hängen und umfuhr dessen Beine vorsichtig. Nach der Umrundung des Bereichs reinigt der Xiaomi Robot Vacuum S10+ den gesamten zugänglichen Bereich in einer Schlangenlinie. Er umrundete auch die Box und die verchromten Stuhlbeine, wobei er bei letzteren nur die Außenkanten reinigte. Zum Abschluss der Reinigung fuhr er unter den Tisch und beendete die Arbeit. Anschließend kehrte er zur Ladestation zurück.
Bei der Navigation im Haus reinigt der Roboter Raum für Raum, zunächst entlang der Wände und dann in einem Schlangenmuster. Es gab keine ungereinigten Stellen, und die Reinigungsgeschwindigkeit war hoch, daher wurde dieser Test bestanden.
Unter niedrigen Möbeln hindurchgehen
Was die Mindesthöhe für das Durchfahren von Möbeln angeht, kann ein Saugroboter eine Lücke von 10 cm unterfahren, was gut ist.
Autonomie
Ich habe auch die Akkulaufzeit getestet, als der Roboter mit maximaler Leistung und aktivierter Nassreinigung lief. Er hielt 88 Minuten durch und reinigte dabei 75 Quadratmeter Nutzfläche. Das reicht fast für zwei komplette Reinigungen einer 70 Quadratmeter großen Zweizimmerwohnung. Nach dem Aufladen an der Ladestation kann der Roboter die Reinigung automatisch fortsetzen, sodass dieses Modell auch größere Flächen reinigen kann.
Gegenstände auf dem Boden identifizieren
Was das System zur Objektvermeidung angeht, konnte der Roboter bei guten Lichtverhältnissen zwei von sechs Objekten auf dem Boden erkennen und ihnen präzise ausweichen. Er fuhr über eine Socke, kaute ein Kabel an und stieß eine Attrappe eines Haustiers sowie eine Badezimmerwaage um. Nur einem Schuh und einem Stofftier konnte er präzise ausweichen. Daher kann ich sagen, dass das System zur Objekterkennung zwar vorhanden, aber sehr unzuverlässig ist.
Der Roboter ist sicherlich genauer als seine Pendants ohne dieses System; man sollte sich jedoch nicht zu sehr auf diese Sensoren verlassen.
Saugkraft
Was die Saugkraft angeht, konnte der Xiaomi Robot Vacuum S10+ im Silent-Modus einen Teil des Schmutzes aus einem 2 mm breiten Spalt entfernen. In den anderen Modi (Standard, Intensiv und Turbo) blieben die Ergebnisse unverändert, was darauf hindeutet, dass die Saugkraft des Roboters eher schwach ist.
Chemische Reinigung
Die Reinigungsleistung auf Laminatböden ist vergleichbar mit ähnlichen Produkten – fast alle Verschmutzungen wurden entfernt, bis auf kleine Reste in Ecken, die für runde Saugroboter schwer zu erreichen sind. Die mittlere Bürste nahm einige Haare und Tierhaare auf, was für diese Bürstenart üblich ist. Glücklicherweise lässt sie sich leicht reinigen, da sie beidseitig zerlegt werden kann und ein spezielles Reinigungswerkzeug im Lieferumfang enthalten ist.
Teppichreinigung
Der Roboter reinigt Kurzflorteppiche problemlos. Auch auf mittelflorigen Teppichen erzielt er trotz der geringen Leistung gute Reinigungsergebnisse. Die schwimmende Turbobürste und die durchdachte Bürste selbst erwiesen sich dabei als sehr hilfreich. Test bestanden!
Nassreinigung
Apropos Nassreinigung: Ein Saugroboter kann leichte, eingetrocknete Flecken entfernen, was ein Vorteil ist. Allerdings sollte man bedenken, dass die Reinigungstücher aufgrund des Fehlens einer Waschstation beim Reinigen verschmutzter Oberflächen möglicherweise kreisförmige Streifen hinterlassen.
Außerdem lässt sich der Serviettenhalter nicht seitlich verlängern, wodurch ein toter Winkel zwischen dem Rand der Serviette und der Fußleiste entsteht. In diesem Fall beträgt dieser etwa 4,5 cm.
So würde ein toter Winkel in einer realen Situation aussehen:
Das Wichtigste ist jedoch, dass dieses Modell gleichzeitig saugen und wischen kann und die runden Tücher eine deutlich sauberere Reinigungsspur hinterlassen. Darüber hinaus ermöglicht die Struktur des Tuchs die Reinigung unebener Oberflächen und schwer zugänglicher Stellen. Dies ist der Hauptvorteil dieses Reinigungsmoduls.
Nassreinigung und Teppiche
Apropos Nassreinigung auf Teppichen: Der Roboter erkennt Teppiche sogar ohne Teppichsensor und fährt mit den angebrachten Pads gar nicht erst hinein. Das ist zwar praktisch, aber es wäre schön, diese Funktion bei Bedarf in den Einstellungen deaktivieren zu können. Manche Nutzer lassen den Roboter gerne mit den rotierenden Pads auf dem Teppich laufen und reinigen so den Flor.
Damit diese Maschine Teppiche reinigen kann, müssen die Tücher vollständig von Hand entfernt werden, was nicht immer praktisch ist.
Hindernisparcours
Der Saugroboter überwindet mühelos 2 cm hohe Schwellen und hebt dabei die Reinigungstücher an. Das ist ein Pluspunkt!
Fahren auf schwarzen Oberflächen
Auch vor schwarzen Oberflächen hat er keine Scheu und fährt problemlos auf komplett schwarzem Teppich. Das ist ein weiterer Vorteil des Roboters!
Geräuschpegel
Der Geräuschpegel liegt je nach gewähltem Leistungsmodus zwischen 60,5 und 73,5 dB. Angesichts der fehlenden Leistungsabgabe ist der Geräuschpegel relativ hoch.
Persönliche Meinung
Der Xiaomi Robot Vacuum S10+ Saugroboter wurde eingehend geprüft und getestet. unser Bewertungssystem Es gelang ihm, zu gewinnen 120 Punkte, was ein gutes Ergebnis für das Preissegment dieses Modells ist, insbesondere unter Berücksichtigung des Fehlens einer Selbstreinigungsstation.
Gesamtbewertung der getesteten Saugroboter: https://robovac.washerhouse.com/de/rejtingi/robovac-obshhij-rejting-robotov-pylesosov-robo.htmlDie
Ich werde die Vor- und Nachteile, die mir im Test aufgefallen sind, hervorheben und anschließend meine Meinung zum Roboter mitteilen. Folgendes hat mir gefallen:
- Hervorragende Reinigungsleistung sowohl im Trocken- als auch im Nassbereich. Der Roboter kann sogar Teppiche reinigen und Schmutz gründlich entfernen. Für den Hausgebrauch ist er vollkommen ausreichend.
- Die Navigation ist hervorragend. Dank der Sensoren im vorderen Stoßfänger reagiert das Xiaomi S10+ zudem besonders vorsichtig auf Annäherungen an Objekte und weicht manchen sogar aus, ohne sie zu berühren.
- Kann Teppiche im Trocken- und Nassreinigungsmodus automatisch umfahren.
- Vollständige Russifizierung der Anwendungsschnittstelle und der Sprachbefehle.
- Der Saugroboter hat keine Angst vor schwarzen Oberflächen.
- Gute Geländegängigkeit.
- Verfügbarkeit von Garantie und Service.
Dieses Modell hat jedoch auch einige Nachteile. Die wichtigsten sind:
- In Wirklichkeit ist die Saugkraft schwach.
- Servietten steigen auf Teppichen nicht hoch.
- Der Trockenreinigungsmodus kann nicht ausgewählt werden, wenn Reinigungstücher eingelegt sind.
- Es gibt keinen Wand- oder Teppichsensor. Daher kann der Roboter beim Überfahren von Wänden orientierungslos sein und Teppiche nur teilweise, nicht aber vollständig erkennen.
- Es gibt keine automatische Leistungssteigerungsfunktion für Teppichböden, obwohl die Funktion zur Erkennung dieser Teppichböden angegeben ist.
- Schwaches System zur Objektidentifizierung.
- Der tote Winkel befindet sich in der Nähe der Fußleiste. Ein nach hinten gerichteter Scrollmodus in Wandnähe wäre wünschenswert gewesen, wie er bei einigen ähnlichen Xiaomi-Modellen implementiert ist.
- Hoher Geräuschpegel bei maximaler Leistung.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Hälfte der Kommentare nur für Teppichbesitzer relevant ist. Der Roboter ist nämlich nicht für die Teppichreinigung ausgelegt, wenn man ihn gleichzeitig saugen und wischen lassen möchte. Wer bereit ist, die Reinigungspads nach jeder Teppichreinigung manuell zu entfernen, für den ist er eine gute Wahl. Daher empfehle ich dieses Modell primär für die Reinigung von Hartböden, und natürlich auch dann, wenn der Preis bei etwa 200 € liegt. Für 250–300 € gibt es viele leistungsstärkere und besser designte Alternativen mit Reinigungsstation oder zumindest einer Pad-Hebefunktion und einem präziseren Objekterkennungssystem, sogar im Xiaomi-Sortiment.
Damit möchte ich diese Rezension beenden. Bei Fragen könnt ihr diese gerne in den Kommentaren stellen. Viel Spaß beim Shoppen! Tschüss!






































