Roborock Saros Z70: Reinigt nicht nur, sondern hebt auch Schmutz vom Boden auf! Der erste Saugroboter mit mechanischem Arm!


Hallo an alle Leser von robovac.washerhouse.com! In diesem Testbericht nehmen wir den vielgerühmten Roborock Saros Z70, das Flaggschiff unter den Saugrobotern, genauer unter die Lupe. Sein Hauptmerkmal ist der ausziehbare Arm, mit dem der Roboter Gegenstände vom Boden aufheben und während der Reinigung an den vorgesehenen Stellen ablegen kann. So saugt und wischt der Z70 nicht nur, sondern entfernt auch unerwünschte Gegenstände aus seinem Weg – besonders praktisch, wenn Kinder oder Haustiere im Haus sind. Darüber hinaus überzeugt das neue Modell mit einer erhöhten Saugkraft von 22.000 Pa, einer neuen Turbobürste mit Klingen, einem schlanken Gehäuse (nur 8 cm) und einer multifunktionalen All-in-One-Station. Für dieses Komplettpaket müssen Sie mit Kosten von rund 2.000 € rechnen. Im Folgenden teste ich den Roborock Saros Z70 ausführlich, zeige Ihnen die Vor- und Nachteile anhand meiner Testergebnisse und teile Ihnen anschließend meine persönliche Meinung mit. Los geht's!
Ausrüstung
Der Saugroboter wurde in einem Markenkarton geliefert, der so aussieht:
Zusätzlich zum Roboter und der Station umfasst das Lieferset Folgendes:
- Netzteil.
- Ersatztasche für den Bahnhof.
- Ein Markenkorb zur Aufbewahrung der vom Roboter eingesammelten Gegenstände.
- Und die ins Russische übersetzte Bedienungsanleitung.
Aussehen
Werfen wir nun einen Blick auf das Design des Roborock Saros Z70. Beginnen wir mit dem Saugroboter selbst. Er ist in zwei Farben erhältlich: Schwarzgrau und Schwarz. Sein Gehäuse ist rund und 7,98 cm hoch.
Der Roboter verfügt nicht über den üblichen Lidar-Turm. Seine Navigation basiert auf einem System aus Kameras und Sensoren am Stoßfänger. Die Technologie trägt den Namen StarSight Autonomous System 2.0 und ist dieselbe wie beim zuvor erschienenen Roborock Saros 10R.
Eine Funktion zur Objekterkennung auf dem Boden wurde implementiert. Dank der Hintergrundbeleuchtung kann der Roboter Objekte sogar in völliger Dunkelheit erkennen. Kameras sind nicht nur an Vorder- und Seitenfront, sondern auch an der Oberseite angebracht. Letztere ist notwendig, damit der Roboter beurteilen kann, ob sein Arm über seinen Körper hinausragen kann.
Ich möchte noch hinzufügen, dass die Frontkamera nicht nur zur Navigation, sondern auch zur Fernüberwachung des Hauses über ein Smartphone genutzt wird.
Was die Sensoren betrifft, so ist der Roboter mit einem Wandsensor, 6 Absturzsicherungssensoren und einem Teppichsensor ausgestattet.
Auf der Oberseite des Gehäuses befinden sich zwei mechanische Bedienknöpfe, drei Lautsprecher für den eingebauten Sprachassistenten „Hallo, Rocky“ und ein separater Not-Aus-Knopf für den Roboter.
Der Staubbehälter befindet sich unter der oberen Abdeckung. Daneben befindet sich ein QR-Code zum Verbinden des Roboters mit einem WLAN-Netzwerk.
Der Abfallbehälter fasst nur etwa 180 ml. Das Filtersystem arbeitet ausschließlich mit HEPA-Filtern. Der Wassertank ist im Gehäuse integriert und fasst etwa 70 ml. Das Wasser wird automatisch über die Station eingefüllt.
Das Highlight des Roboters ist sein mechanischer OmniGrip-Arm. Er ist ordentlich im Gehäuse verstaut und fährt automatisch oder manuell aus.
Interessanterweise verfügt diese Hand über eine eingebaute Kamera mit Hintergrundbeleuchtung, mit der Sie Ihr Zuhause überwachen können. Dank der Kamera in der Hand behalten Sie die wichtigsten Details besser im Blick. Bei Bedarf können Sie sogar die Decke filmen.
Der Arm ist mit einem gummierten Griff ausgestattet. Er kann Gegenstände mit einem Gewicht von bis zu 300 Gramm heben. Dazu gehören beispielsweise Hausschuhe, Spielzeug oder auch größere Gegenstände. In der App können Sie bestimmte Bereiche festlegen, in denen der Roboter die aufgenommenen Gegenstände transportiert. Darauf gehe ich später noch genauer ein.
Das Reinigungsmodul besteht aus einer seitlichen Doppelstrahlbürste, die bis in Ecken reicht, einer zentralen Bürste mit Klingen und zwei runden Mikrofasertüchern. Die zentrale Bürsteneinheit schwebt nicht nur, sondern hebt sich auch während des Bodenreinigungsmodus und wenn der Roboter zu seiner Ladestation zurückkehrt.
Die zentrale Bürste besteht aus Borsten und Blütenblättern. Im Inneren befinden sich Klingen, die verfilztes Haar und Fell durchtrennen. Diese Lösung ist zwar nicht neu, hat sich aber bereits bewährt. Roborock nennt diese Technologie FreeFlow.
Hinter der zentralen Bürste befinden sich zwei rotierende runde Tücher, von denen sich eines bei der Nassreinigung in Richtung Fußleiste bewegt.
Außerdem gibt es am Bahnhof eine automatische Serviettenaufnahme und eine automatische Entfernung der Serviettenhalter.
Der Roboter kann seine Halterungen für die vollständige Trockenreinigung und Teppichreinigung lösen und befestigt sie anschließend selbst wieder.
Besondere Erwähnung verdient auch die Hebefunktion des Roboters. Sobald er hohe Hindernisse oder mittelhohe Teppiche erkennt, hebt sich der gesamte Körper automatisch an. Dadurch kann der Saugroboter Schwellen von bis zu 4 cm Höhe überwinden. Diese Technologie heißt AdaptLift.
Die Station des Roborock Saros Z70 leert automatisch den Staubbehälter, wäscht die Reinigungstücher mit heißem Wasser, trocknet sie mit warmer Luft, reinigt den Stationsboden selbst mit Schabern, mischt automatisch Reinigungsmittel bei und pumpt Wasser in den Tank des Roboters. Sie zeichnet sich außerdem durch eine Schnellladezeit von nur 2,5 Stunden und eine automatische Verschmutzungserkennung für die Reinigungstücher aus, sodass diese bei Bedarf erneut gewaschen werden können.
Roborock bietet eine separate, flache Ladestation zum Anschluss an Abwasser- und Wasserleitungen an. Dieser Saugroboter wird jedoch – zumindest vorerst – nicht auf dem russischen Markt erhältlich sein, sodass russische Verbraucher leider weiterhin auf diese luxuriöse Option verzichten müssen.
Betrachten wir die einzelnen Stationskomponenten separat. Die Rampe für die Roboterzufahrt ist abnehmbar. Auch die Waschschale für die Feuchttücher ist abnehmbar.
Das Gerät besteht aus einem herausnehmbaren Modul mit Kämmen zur Reinigung der Tücher, einer Schale mit Abstreifern und einem Grobfilter für Schmutzwasser. Dieser fängt grobe Verunreinigungen auf. Besonders bemerkenswert ist die Selbstreinigung der Schale mit heißem Wasser, das rekordverdächtige 80 Grad Celsius erreicht. Die Tücher selbst werden bei derselben Temperatur gewaschen. Nach dem Waschen und dem Reinigungsvorgang werden die Tücher mit auf 55 Grad Celsius erwärmter Luft getrocknet.
Unter dem Deckel an der Vorderseite befindet sich ein 2,5-Liter-Abfallbeutel. Daneben ist ein Behälter zur automatischen Vermischung von Waschmittel und Frischwasser. Dieser Behälter fasst 590 ml.
Die Wassertanks befinden sich oben. Sie sind recht geräumig und fassen jeweils etwa 4 Liter. Der Frischwassertank enthält eine Kartusche zur Wasserdesinfektion.
Alle Vor- und Nachteile des Entwurfs werden in der Abschlussbesprechung erörtert. Weiter geht's!
Technische Spezifikationen
Die wichtigsten Merkmale des Roborock Saros Z70, wie vom Hersteller angegeben:
Saugroboter:
- Batteriekapazität 6400 mAh.
- Saugleistung bis zu 22.000 Pa.
- Kapazität des Staubabscheiders ≈180 ml.
- Das Fassungsvermögen des Wassertanks beträgt ca. 70 ml.
- Hindernisfreiheit bis zu 40 mm.
- Roboterabmessungen: 353*80 mm.
Station:
- Frischwassertank: 4 l.
- Schmutzwassertank: 4 l.
- Gepäckstück im Bahnhof: 2,5 l.
- Stationsabmessungen: 381*475*488 mm.
Die Saugleistung hat sich verändert, was in Tests überprüft wird. Die übrigen Parameter bleiben unverändert.
Funktionale Fähigkeiten
Apropos Funktionen: Der Saugroboter wird über die Roborock-App gesteuert. Die Verbindung ist einfach und komfortabel, die Benutzeroberfläche ist auf Russisch, und die russische Version des Roboters bietet sogar Sprachansagen auf Russisch. Die internationale Version verfügt nicht über ein russisches Sprachpaket, was zu beachten ist.
Die Hauptfunktionen des Roborock Saros Z70 werden auf dem Bildschirm angezeigt:
- Selbstreinigung des Staubabscheiders im Bahnhof.
- Servietten am Bahnhof mit heißem Wasser waschen.
- Servietten mit warmer Luft trocknen.
- Seitliche Bürstenverlängerung in den Ecken.
- Den Halter mit einer Serviette an die Fußleiste verschieben.
- Auffüllen des Wassertanks des Roboters über die Station.
- Automatische Waschmittelmischung.
- Entfernung der Serviettenhalter am Bahnhof.
- Objekte auf dem Boden erkennen.
- Fernüberwachung des Hauses per Kamera.
- Manuelle Steuerung eines mechanischen Arms.
- Mehrere Reinigungskarten im Speicher speichern.
- Automatische Zonierung von Räumlichkeiten in Zimmer.
- Auswahl der zu reinigenden Bereiche und Räume.
- Virtuelle Wände und Sperrzonen (auch für den Nassreinigungsmodus).
- Einstellung der Saugkraft.
- Den Feuchtigkeitsgrad der Serviette anpassen.
- Benutzermodus.
- Reinigungsprotokoll.
- Reinigung nach einem Zeitplan einrichten.
- Automatische Leistungssteigerung auf Teppichböden.
- Teppichreinigung im Nassreinigungsmodus.
- Beim Fahren auf Teppichböden die Servietten anheben.
- Anheben der Turbobürsten im Nassreinigungsmodus.
- Den Körper beim Überwinden von Hindernissen aufrichten.
- Hallo Rocky-Support.
- Sprachbenachrichtigungen in Russisch.
- Yandex.Alice-Unterstützung.
Die Steuerung des Roboters über den hauseigenen Sprachassistenten „Hello Rocky“ verdient besondere Erwähnung. Man gibt dem Roboter einfach per Sprachbefehl einen Befehl, und er führt ihn aus. Es werden keine Geräte von Drittanbietern benötigt. Wirklich genial! In der globalen Version werden die Sätze jedoch auf Englisch erkannt, was etwas umständlich ist.
Wie bereits erwähnt, können Sie Ihr Zuhause per Smartphone über die Kamera des Roboters fernüberwachen. Sie können sogar zwischen der Kamera am Stoßfänger und der Kamera in der Roboterhand umschalten.
Es ist außerdem toll, dass man den mechanischen Arm manuell steuern kann, um Objekte zu bewegen. Dieser Modus ist interessant und bietet Unterhaltung. Ich bin sicher, dass nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene ihn zu schätzen wissen werden.
Erwähnenswert ist auch, dass Roborock eine Funktion hinzugefügt hat, die die Rotation der Seitenbürste auf Teppichen deaktiviert. Das ist von Vorteil, da die Reinigungsleistung auf Teppichen ohne die Rotation der Seitenbürste schlecht ist.
Testen
Ein ausführlicher Videotest mit praktischen Übungen wurde bereits erstellt und auf dem Kanal veröffentlicht:
Navigation
Und nun endlich zu den Tests! Zuerst testen wir die Navigation des Roborock Saros Z70 in einem Raum mit Hindernissen. Der Saugroboter fährt zunächst den Raumrand ab und reinigt dann den gesamten zugänglichen Bereich in einem Schlangenmuster. Der Spiegel verursachte einen Fehler in der Karte. Er versuchte zunächst, auf die Füße des Wäschetrockners zu klettern, umrundete ihn dann vorsichtig, umrundete anschließend die Tischbeine und die Kiste, bevor er zu seiner Ladestation zurückkehrte.
Apropos Navigation im Haus: Der Roborock Saros Z70 reinigt Raum für Raum, zuerst entlang der Wände, dann in einer Schlangenlinie. Nach einer voreingestellten Zeit oder nach jedem Raum kehrt der Saugroboter zur Station zurück, spült seine Reinigungspads und setzt die Reinigung an der unterbrochenen Stelle fort. Es gibt keine ungereinigten Bereiche, die Reinigungsgeschwindigkeit ist hoch und dieses Modell verfügt über eine exzellente Navigation!
Unter niedrigen Möbeln hindurchgehen
Ich habe auch die minimale Durchfahrtshöhe des Roborock Saros Z70 getestet. Ich konnte eine Durchfahrtshöhe von 85 mm herstellen, und der Roboter navigierte problemlos hindurch. Daher glaube ich, dass er, wie in der Werbung angegeben, tatsächlich unter Möbeln mit einer Dicke von bis zu 8 cm fahren kann.
Autonomie
Ich habe auch die Akkulaufzeit getestet, als der Roboter mit maximaler Leistung und aktivierter Nassreinigung lief. Er hielt 109 Minuten durch und reinigte dabei 76 Quadratmeter Nutzfläche. Das entspricht fast zwei kompletten Reinigungen einer 70 Quadratmeter großen Zweizimmerwohnung. Nach dem Aufladen an der Ladestation kann der Roboter die Reinigung automatisch fortsetzen, sodass dieses Modell auch größere Flächen reinigen kann.
Objekte auf dem Boden erkennen
Das System zur Objektvermeidung funktionierte bei guten Lichtverhältnissen einwandfrei. Der Roboter konnte alle sechs Objekte auf dem Boden präzise umfahren und fünf davon korrekt identifizieren. Lediglich ein Spielzeug wurde nicht erkannt. Die Socke hingegen wurde nicht nur erkannt, sondern auch in den Abfalleimer gelegt.
Der Roboter schaffte es, alle drei Socken vorsichtig zu umrunden, erkannte aber nur zwei davon und legte sie in den Korb.
Aus irgendeinem Grund erkannte der Saugroboter keines der vier Kabel, obwohl er drei geschickt umfuhr. Das vierte Kabel verhakte sich ein paar Mal, funktionierte aber einwandfrei.
Von den sechs simulierten Haustierfallen konnte der Roboter nur fünf sicher umfahren, zwei davon erkannte er. Eine Falle erkannte er nicht und zerkaute sie, woraufhin ein Fehler aufgrund einer verstopften Bürste in der Mitte auftrat.
In völliger Dunkelheit navigierte der Roboter um vier der sechs Objekte herum: eine Socke, ein Kabel, einen Schuh und ein Spielzeug. Er bewegte die Socke in Richtung des Korbs, konnte sie aber nicht ablegen und ließ sie daneben liegen. Den Schuh bewegte er neben die Socke in einen markierten Bereich auf der Karte. Das simulierte Haustier erkannte er nicht und fuhr mehrmals hindurch. Auch die Waage erkannte er nicht und stieß nicht dagegen.
Wie bei guter Beleuchtung umkreiste ich sorgfältig alle drei Socken, erkannte zwei davon und legte sie in den Korb.
Von den vier Drähten konnte er nur zwei umgehen, einen erkannte er. Die anderen beiden zerkaute der Roboter.
Der Roboter schnitt jedoch beim Ausweichen vor simulierten Fäkalien schlecht ab. Er konnte nur zwei der sechs Fallen sicher umfahren und erkannte drei davon als Minen.
Generell besteht, wie schon zuvor, Verbesserungsbedarf beim System zur Erkennung und Vermeidung von Objekten.
Was die Fleckenerkennung betrifft, so erkannte der Saugroboter den Fleck während der Reinigung, schaltete die Saugkraft ab und reinigte die betroffene Stelle im Punktreinigungsmodus mit zwei Durchgängen. Interessanterweise drückt er im Punktreinigungsmodus mithilfe der AdaptLift-Technologie die Rückseite der Reinigungspads nach unten. Dadurch erhöht sich der Anpressdruck der Pads auf den Boden, was die Fleckenentfernung verbessert. Der Fleck selbst wurde jedoch nicht entfernt; nach zwei Durchgängen kehrte der Roboter zur Reinigungsstation zurück, wusch die Pads und setzte die Reinigung fort.
Der Algorithmus bedarf noch einiger Verbesserungen. Ein besserer Ansatz wäre, die verschmutzte Stelle erneut zu untersuchen und so lange zu schrubben, bis der Fleck vollständig entfernt ist.
Handtest
Ich habe einige Funktionen der Hand separat getestet. Zunächst einmal ist sie wirklich einfach zu bedienen, was unter anderem an der speziellen Griffzone und der Möglichkeit liegt, die Bewegungsrichtung entlang jeder Achse anzupassen.
Ich habe mich gefragt, ob das Schutzsystem auch dann funktioniert, wenn der Freiraum über dem Roboterarm zu gering ist. Zum Beispiel, wenn sich das zu bewegende Objekt unter einem Bett oder Schrank befindet. In diesem Fall signalisiert die Kamera an der Oberseite dem Roboter, dass der Arm nicht ausreichend Platz zum Arbeiten hat. Der Arm fährt nicht aus, und der Roboter kehrt zur Station zurück. Ich habe das Objekt sogar unter einen transparenten Glastisch gelegt. Der Roboter hat das Glas zunächst nicht erkannt, aber nach einem Versuch festgestellt, dass er es nicht greifen kann, und mich in der App benachrichtigt. Meiner Meinung nach ist der Schutz des Roboterarms vor Unfällen also gut umgesetzt.
Es macht Spaß, damit zu spielen. Nur bin ich mir nicht sicher, ob es eine gute Idee ist, die Spielsachen des Haustiers unnötigerweise wegzunehmen. Ich vermute, der Hund wird die Hand wegziehen, um zu verhindern, dass er ohne Erlaubnis die Hände anderer berührt. Es wäre interessant, von Z70-Besitzern zu hören, wie ihre Haustiere in Ihrer Situation auf die Hand reagieren.
Reinigung hinter den Vorhängen
Ich habe auch geprüft, ob das firmeneigene Navigationssystem hinter Vorhängen und Gardinen reinigen kann, was die meisten Lidar-Roboter nicht können. Nein, dieser Roboter kann, wie seine Geschwistermodelle, nicht hinter Vorhängen reinigen.
Saugkraft
Der Leistungstest, der mich am meisten interessierte, war der Saugleistungstest. Im Silent-Modus konnte der Roborock Saros Z70 Schmutz nur aus einem 2 mm breiten Spalt entfernen. Im Balance-Modus verbesserte er die Reinigungsleistung in diesem Spalt deutlich. Im Turbo-Modus reinigte er den 4 mm breiten Spalt nur teilweise. Im Maximum-Modus reinigte der Roboter den 10 mm breiten Spalt teilweise. Und im Max+-Modus verbesserte er die Reinigungsleistung in den 4 und 10 mm breiten Spalten und reinigte zusätzlich den 6 mm breiten Spalt teilweise.
In Wirklichkeit verfügt der Roboter also über eine hohe Saugkraft und geringere aerodynamische Verluste als seine Vorgänger. Saros 10R und S9 MaxV UltraDie
Chemische Reinigung
Die Reinigungsleistung von Laminatböden hinsichtlich verschiedener Arten von Schmutz ist gut, allerdings gibt es einen Haken. Größere Partikel, wie beispielsweise Katzenstreu und Tierfutter, verstopfen die Turbobürste und führen zu Fehlfunktionen des Roboters. Ohne größere Verschmutzungen ist die Reinigungsleistung gut, und dank der seitlichen Bürstenverlängerung kann der Roboter sogar Schmutz in Ecken entfernen.
Wir sehen, dass sich die zentrale Bürste in Haaren und Wolle verheddert hat und die Messer der Aufgabe nicht gewachsen sind.
Haarschutz gegen Verfilzen
Ich testete außerdem, wie die eingebauten Bürstenklingen die Selbstreinigung von Haaren und Tierhaaren bewältigten. Dazu legte ich Haare unterschiedlicher Länge auf den Boden. Der Roboter nahm sie auf, und wir sahen, dass sich die Turbobürste fest um die Haare gewickelt hatte und sie nicht durchtrennen konnte.
Meiner Meinung nach ist das Design nicht besonders effektiv, aber fairerweise muss man sagen, dass die Klingen im häuslichen Bereich ihren Zweck erfüllen. Die Turbobürste ist nach einer Woche Reinigung mit dem Roboter sauber, und ich möchte anmerken, dass ich einen ständig haarenden Hund und zwei Töchter im Haus habe.
Teppichreinigung
Der Saugroboter reinigt Teppiche, sowohl Kurzflor- als auch Hochflorteppiche, gut. Die mittlere Bürste war übrigens wieder einmal durch Essensreste verstopft.
Selbstreinigend
Unmittelbar nach den „Schmutztests“ überprüfte ich die Selbstreinigungsfunktion des Saugroboters. Der Staubbehälter war komplett voll. Wir brachten den Roboter zurück zur Ladestation und starteten den Selbstreinigungszyklus. Das Ergebnis war gut: Der Staubbehälter war wieder leer.
Mir gefiel aber nicht, dass der HEPA-Filter durch das fehlende Sieb davor mit Schmutz verstopft. Die Ingenieure sollten das beheben!
Nassreinigung und Teppiche
Bei der Nassreinigung von Teppichböden bietet der Roboter verschiedene Interaktionsmodi. Er kann im Nassreinigungsmodus vorsichtig um den Teppich herumfahren oder, falls gewünscht, mit dem Reinigungspad in den Teppich einfahren und ihn berühren. Er kann Teppiche auch während der Nassreinigung reinigen, indem er die Reinigungspads und sogar den Roboterkörper beim Betreten des Teppichs automatisch anhebt. Alternativ kann er die Reinigungspads an der Reinigungsstation automatisch entfernen und die Teppiche ohne sie reinigen, wodurch jeglicher Kontakt zwischen den Reinigungspads und dem Teppichflor vermieden wird. Die letzten beiden Optionen sind am effizientesten.
Schmutz abwischen
Die Reinigungsleistung ist hervorragend. Die Tücher drücken fest auf den Boden und nehmen den Schmutz optimal auf. Dank der bis zur Fußleiste reichenden Tücher entsteht kein schmaler Bereich entlang der Fußleiste. Ein echter Pluspunkt!
Entfernung hartnäckiger Flecken
Bei der Fleckenentfernung bewies der Roboter sein Können und beseitigte sogar eingetrocknete Kaffee- und Soßenflecken. Und das nicht beim ersten Versuch, sondern erst beim sechsten. Ein hervorragendes Ergebnis! Ganz ohne Waschmittel, da keines im Lieferumfang enthalten war. Der Test war ein voller Erfolg!
Waschqualität der Servietten
Ich möchte gleich zur Effektivität der Station selbst kommen. Beginnen wir mit der Reinigungsqualität der Tücher. Selbst nach umfangreichen Tests sehen die Tücher nach dem Waschen an der Station deutlich besser aus. Die Wassererwärmung verbessert die Reinigungsleistung deutlich. Die Tücher sind nach dem Verlassen der Station tatsächlich sehr heiß. Im täglichen Gebrauch werden die Tücher nach dem Wischen des Bodens an der Station gründlich ausgewaschen. Der Schmutz wird nicht durch den Wasserdruck abgewaschen. Das ist ein Pluspunkt.
Ich beschloss, die Temperatur selbst zu überprüfen – in meinem Fall lag der Spitzenwert im Abflussbereich bei 54,9 Grad. Messfehler lassen sich je nach Einbauort und Genauigkeit des Sensors nicht ausschließen, aber nach dem Waschen waren die Tücher tatsächlich heiß. Ich habe sogar die Temperatur der Tücher selbst gemessen, und sie lag über 46 Grad.
Die Trocknungstemperatur ist hoch – der Sensor zeigte über 52 Grad an, und das ist ein gutes Ergebnis!
Stationsinstandhaltung
Die Reinigung des Filters ist denkbar einfach. Dank der Selbstreinigungsfunktion, die mit Schabern und heißem Wasser arbeitet, bleibt der Boden sauber. Nach einer Woche Nutzung befanden sich bei mir nur noch wenige Haare im Filter. Diese lassen sich aber problemlos entnehmen, ausspülen und wieder einsetzen.
Hindernisfreiheit
Ein interessanter Punkt ist das Überwinden von Schwellenwerten. Der Roborock Saros Z70 kann einen Schwellenwert von 2 cm problemlos überwinden, was selbstverständlich erscheint. Schwierigkeiten hat der Saugroboter jedoch beim Überwinden eines Schwellenwerts von 3 cm.
Der Saugroboter konnte die 4 cm hohe Schwelle, genauer gesagt die 38 mm hohe Schwelle, nicht überwinden, egal wie hoch er sich hob oder in welchem Winkel er versuchte, einzufahren. Ich habe, wie in der Werbung angegeben, eine zweistufige Schwelle von 3 cm + 1 cm Höhe installiert.
Der Roboter schaffte es also, die Stufe zu erklimmen, blieb dann aber stehen und stürzte ab. Theoretisch kann er also eine Schwelle von 3 + 1 cm überwinden, aber es hängt alles von der Stufentiefe ab. Je tiefer die Stufen sind, desto besser sind die Chancen. Meiner Meinung nach liegt seine tatsächliche Geländegängigkeit immer noch bei 3 cm.
Fahren auf schwarzen Oberflächen
Das Überfahren schwarzer Teppiche ist kein Problem. Der Roboter gleitet über den schwarzen Teppich, als wäre nichts geschehen.
Geräuschpegel
Der Geräuschpegel liegt im üblichen Bereich zwischen 55 und 71,3 dB. Auch während der Selbstreinigung beträgt der Geräuschpegel der Station etwa 72,5 dB, was ein gutes Ergebnis darstellt.
Persönliche Meinung
Der Saugroboter Roborock Saros Z70 wurde ausführlich getestet und geprüft. Gemäß unserem Bewertungssystem erzielte er folgende Punktzahl: 247 Punkteund kommt dem Führenden der Rangliste sehr nahe. Dreame X50 Ultra KomplettDer Roboter war kurz davor, die Kontrolle zu übernehmen. Gesamtbewertung und das alles wegen einer Reihe kleiner Kommentare.
Zunächst zu den Vorteilen. Mir gefiel Folgendes:
- Der Roborock Saros Z70 ist in erster Linie der weltweit erste in Serie gefertigte Saugroboter mit einem mechanischen Arm zur Bodenreinigung. Dies markiert eine neue Dimension der automatisierten Hausreinigung. Der Arm erfüllt seine Hauptfunktion hervorragend, und die App deutet darauf hin, dass die Algorithmen weiter optimiert werden, um neue Bewegungszonen für Objekte zu schaffen. Aktuell werden nur Socken und Schuhe unterstützt, aber ich bin sicher, dass weitere Objekttypen und Interaktionsmöglichkeiten folgen werden.
- Der Roboter ist niedriger als Lidar-Modelle, ohne dass die Navigation beeinträchtigt wird. Er kann Bereiche erreichen, die für Roboter mit einem am Körper montierten Lidar-Turm unzugänglich sind.
- Tatsächlich verfügt es über eine hohe Saugkraft, was in Tests bestätigt wurde.
- Hochwertige Nassreinigung großer Flächen. Die Tücher üben einen stärkeren Druck auf den Boden aus und entfernen so hartnäckige Flecken schneller. Sie reichen bis zur Fußleiste, heben sich auf Teppichen an und können sogar zur professionellen Trockenreinigung abgegeben werden.
- Ein hintergrundbeleuchtetes Objekterkennungssystem, das bei guten Lichtverhältnissen effektiv arbeitet.
- Das Vorhandensein einer All-in-One-Station zur Selbstreinigung des Staubabscheiders sowie zum Waschen und Trocknen der Tücher.
- Die modernisierte Station ist hocheffizient. Sie verfügt über eine hochwertige Selbstreinigung, eine Heißwasserreinigung der Tücher, eine vollständige Trocknung der Tücher mit Warmluft, Abstreifer in der Auffangschale für eine einfache Reinigung, geräumige Behälter und einen automatischen Waschmittelspender. Kurz gesagt: ein Komplettsystem, das seine Aufgabe perfekt erfüllt.
- Um zu verhindern, dass sich Haare und Fell in den Bürsten verfangen, wurde ein System implementiert. Die Seitenbürste funktioniert nahezu perfekt, während die Hauptbürste zwar noch Verbesserungspotenzial hat, aber im täglichen Gebrauch gute Selbstreinigungsergebnisse gezeigt hat.
- Verbesserte Manövrierfähigkeit dank des erhöhten Gehäuses. Der Saugroboter kann Schwellen von über 3 cm Höhe überwinden – eine Leistung, die die meisten vergleichbaren Roboter nicht erbringen.
- Die ausziehbare Seitenbürste entfernt Schmutz vollständig aus Ecken.
- Anheben der Turbobürste und der Seitenbürste im Nassreinigungsmodus.
- Eine Vielzahl von Funktionen in der Anwendung.
- Vollständige Russifizierung in der Version für den russischen Markt.
- Fernüberwachung des Zuhauses durch Verbindung mit der Roboterkamera per Smartphone. Eine zweite Kamera am Roboterarm ermöglicht die Anpassung des Blickwinkels und die Überwachung komplexerer Bereiche.
- Steuerung über den proprietären Sprachassistenten Hello Rocky.
- Der Saugroboter hat keine Angst vor schwarzen Oberflächen.
- Hochwertige Verarbeitung und hohe Markenautorität.
- Verfügbarkeit von Garantie und Service.
Die Nachteile sind folgende:
- Es gibt immer noch keine Version des Roboters auf dem Markt, die über eine Anschlussstation für Abwasser- und Wasserleitungen verfügt. Gemessen an den Standards von 2025 ist dies meiner Meinung nach für ein Flaggschiffprodukt einer A-Marke unverzeihlich.
- Die zentrale Bürste verstopft häufig durch groben Hausmüll. Während der über zweiwöchigen Testphase traten in verschiedenen Situationen fünfmal Fehler aufgrund einer Verstopfung der Turbobürste auf. Grund dafür ist der sehr geringe Abstand zwischen Bürste und Gehäuse.
- Das Objekterkennungssystem bedarf einiger Verbesserungen, insbesondere bei völliger Dunkelheit.
- Die in der Turbobürste integrierten Klingen sind nicht sehr effektiv. Meiner Meinung nach schneiden die Klingen der Xiaomi und Dreame die Haare besser von der Bürste ab.
- Kleiner Staubabscheider.
- Der HEPA-Filter verstopft schnell mit Schmutz. Das Sieb davor ist zu dünn.
- Der Saugroboter kann nicht hinter Vorhängen und Gardinen reinigen, was sich jedoch durch Analogie zu Lösungen von Konkurrenzmarken leicht umsetzen ließe.
- Hoher Preis.
Was ist also das Fazit? Trotz aller Kritik ist das Fazit, dass der Roborock Saros Z70 absolut fantastisch ist! Das letzte Mal, dass ich ein so positives Erlebnis mit einem Roborock hatte, war im Jahr 2020, als der Markt mit dem damals präzisesten und intelligentesten Roboter, dem Saros Z70, in Bezug auf die Objekterkennung auf den Markt kam. Roborock S6 MaxVWie schon vor fünf Jahren hat Roborock den Markt für Saugroboter mit einem grundlegend neuen Reinigungsansatz revolutioniert. Der Roboterarm ist eine effektive und unerwartete Entwicklung, die es dem Roboter ermöglicht, auch an Stellen zu reinigen, die für herkömmliche Roboter unzugänglich sind. Das bedeutet, dass der Z70 nicht nur Spielzeug, Socken oder Schuhe aufsaugt, sondern auch den Bereich reinigt, in dem sie aufbewahrt wurden. Bravo, Roborock-Ingenieure!
Und zweitens gibt es eine Version in der Roborock-Reihe. Saros 10R ohne mechanischen Arm, aber mit praktisch den gleichen Eigenschaften und viel günstiger!
Zurück zum Z70: Ich hoffe, die Fähigkeiten des Saugarms werden verbessert, und dieser Saugroboter wird seine Besitzer mit neuen intelligenten Funktionen begeistern und eine noch fortschrittlichere automatische Reinigung ermöglichen. Damit möchte ich diesen Testbericht abschließen.
Bei Fragen könnt ihr diese gerne in den Kommentaren stellen. Viel Spaß beim Shoppen! Tschüss!






















































